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Das Beispiel Winnenden hat wieder einmal gezeigt, wie schnell Medien überfordert sein können.
Selten wird das deutlicher als in diesem Video (RTL): (Die noch schlimmere Live-Schaltung der gleichen Reporterin ist online nicht mehr auffindbar- Auf Youtube der Hinweis: Urheberrechte…)
Wir diskutieren im Podcast darüber, wo die Informationspflicht aufhöhrt, wo Qualität anfängt, worin Nachrichten eigentlich bestehen (sollten).
Ob es eine Alternative ist, so wie das profil, den “Streit um die Glühbirne” als Titelthema zu wählen?
Ziemlich viele Grundsatzfragen also, auf die wir nicht immer (schon schon gar nicht für immer) eine Antwort finden.
Eine Variante der “Medienkritik” zeigt Torsten Engelbrecht im SPIEGELBlog. Er befasst sich mit der Rolle der Psychopharmaka. Damit deckt er natürlich nur einen minimalen Teil der nötigen (?) Berichterstattung ab. Trotzdem zeigt er, dass es möglich ist bei schwierigen Fällen mit Informationen zu recherchieren und das Thema auf einer Sachebene zu behandeln. Ob er Recht hat oder nicht, eine sachbezogene Auseinandersetzung ist allemal besser, als die feierliche Bekanntgabe des eigenen und medialen Unwissens.
Eine ganz eigene Kritik kam aus der Österreichischen Blogger-Szene. Nachdem Old-Media sofort über die Gefährlichkeit von “Killerspielen” schrieb, kam die Aktion “Games do not kill, Guns do” ins rollen. Ausgehend von Jana Herwig gibt es inzwischen eine kleine Gruppe “grafischer” Bekenner.
Medienkritik im klassischen Sinn hat das hervorragende Magazin ZAPP betrieben. (unbedingt anschauen, bevor es offline ist.) Hier wird nicht nur darüber geschimpft, wie sehr der Boulevard inzwischen die Szene beherrscht, sondern der Beitrag liefert einen guten Einblick in die journalistische Arbeit vor Ort und wie sich Journalisten für ihre eigene Arbeit rechtfertigen.
Wir hoffen, dass es nach diesem Podcast nicht nötig ist.
Markus Zottler und Michael Thurm
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Gute Zusammenfassung!
Das Pic gefällt mir auch
Danke fuer den tollen Podcast. Habe ihn zum ersten mal gehört und muss sagen was ihr an Informationen und Kritik und auch der Kritik der Kritik in guten 7 Minuten herübergebracht habt war schwer beeindruckend.
Die Kritik am SPIEGEL war gut, und einige Dinge würden mir nicht auffallen als blöder Medienkonsument. Allein die Tatsache das Recherchieren der Namen aus Artikeln, d.Red. Der Amoklauf des Tim K., würde mir nicht in den Sinn kommen. Ich weiß nicht, ob mir dazu eine Portion Neugierde fehlt, oder ich nicht genügende “kriminelle” Energie zur persönlichen Verfügung steht.
Vielen Dank,
Martin
Danke. Das motiviert trotz Zeitmangel zum Weitermachen.
Geht mir nicht anders, mein Podcast schläft ein und ich komm nicht in der Pötte. Würd ihn gern fast nebenbei mit meinungen abreissen, oder unterhaltsamen, stattdessen muss ich 3-4h vorher ziemlich massiv arbeiten und zusammenschreiben. Das raubt zeit und meistens verblasst die Lust. Sehr ärgerlich…
http://www.medizinimnotfall.de
[...] macht einen Amokläufer aus? Aber das, worauf mich Jukreiz gebracht hat, die Namen alle auszuschreiben, dann kann man ja mutmaßen und überlegen welcher [...]