Die Uni brennt.
Das ist der Slogan, der seit fast einer Woche durch die österreichischen Universitäten tönt. Angezündet von den Studenten der Akademie der bildenden Künste Wien brennen immer mehr Unis in Österreich. Ein Lauffeuer ist ausgebrochen, das mittlerweile auch die Grazer Vorklinik und die TU Graz erfasst hat.
Die Studenten besetzen nicht einfach nur die Hörsäle um zu “blockieren”, sie organisieren sich in einem Netzwerk aus Arbeitsgruppen, die gemeinsam an neuen Ideen, umsetzbaren Verbesserungsvorschlägen und konkreten Forderungen arbeiten. Durch Soziale Netzwerke und das Web2.0 sind die Studenten, Sympathisanten und sogar Professoren, die sich solidarisch erklärten, in ständigem Kontakt miteinander.
Die Facebook Gruppe zu den Protestbewegungen zählt bereits fast 16.000 Studenten. Allein diese Zahl zeigt, dass die Bewegung aus mehr als nur ein paar Freaks mit ungewaschenem Haar und Sehnsucht nach ein bisschen 68er-Revolte besteht.
Wie aber lässt sich verhindern, dass 1400 Erstsemester für Publizistik inskripiert sind um sich erst gegenseitig den Sitzplatz auf der Uni zu rauben und später auch noch auf dem Arbeitsmarkt? Sollten wir die Deutschen nicht alle von unseren Unis verbannen? Und was machen wir mit denen, die beim Aufnahmetest danebenlagen? Gleiches Recht für alle?
Fragen der nächsten Tage und Wochen, Monate und Jahre – immerhin wurde die Diskussion jetzt großräumig angestoßen.
Beitragsgestaltung: Denise Hruby und Michael Thurm
Interviews: Imre Withalm
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