45 Prozent der Österreicher sehen ihr kulturelles Leben durch Zuwanderung bedroht. “Der Horizont im siebtreichsten Land der Welt wird ziemlich eng”, stellt Regina Polak dazu trocken fest. Die Theologin und Mit-Verfasserin der Wertestudie 2008 hielt am Montag einen Vortrag in den Grazer Minoriten. Ihr Thema : FÜHRERSEHNSUCHT UND FREMDENANGST. Österreich und “die Anderen”.
Wenn der Geruch des Spanferkels in der benachbarten Wohnung zum Xenophobie-Problem wird, dann ist es ziemlich schlecht bestellt um die Pluralitätskompetenz der Österreicher. Sich durch kulturelle Differenzen befremdet zu fühlen, sei zwar eine natürliche Reaktion – die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Die Österreicher greifen auf ein altbewährtes Konzept zurück: Die Fremdenfeindlichkeit.
Die Feindseligkeit gegenüber den “Anderen” ist dort am größten, wo am wenigsten Ausländer leben. “Das war auch beim Antisemitismus so”, zieht Polak im Vortrag ihre Schlüsse. Mehr dazu und über den “typischen” Österreicher im Podcast.
Beitragsgestaltung und Sprecherin: Anja Reiter
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