Interview mit Regisseurin Bernadette Sonnenbichler nach der Premiere von Büchner’s Leonce und Lena am Schauspielhaus.

Leonce, ein deskruktiver, sinnsuchender Prinz, der de Müßiggang frönt, und lieber flieht, als Ehe und Eintönigkeit zu akzeptieren.
Lena, eine depressive, selbstzerstörerische Prinzessin, die tote Blumen in ihrem Haar sieht, als sie von ihrer Heirat mit dem fremden Prinzen erfährt.
Liebe, eine paradoxe, die durch den Gefallen an der Lebensmüdigkeit des anderen entsteht und zu kurzem Glück führt, um dann an der Realität zu scheitern.

Halbphilosophisches Geschwätz mit viel Wortwitz und Spiel. Düstere Endzeitstimmung auf der Bühne, ein Wiedersehen mit Tim Burton’s A Corpse Bride. Zufälliger Betrug, dessen Tragweite fortan das ganze Leben bestimmt. Jede Möglichkeit zur Flucht vor System und Unmündigkeit zerstört. Das Unglück zweier Unglücklicher, aufgehängt in einer Welt bedrückender düsterer Romantik.
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