kaffeeSATZ
Der Podcast von Markus Zottler und Michael Thurm.
Jede Woche nehmen „der Ösi und der Piefke“ den SPIEGEL und das profil unter die Lupe. Bei einem coffeinhaltigen Heißgetränk wird Themensetzung, Gestaltung und Aktualität der beiden Wochenmagazine besprochen.
Der Podcast:
In lockerer Atmosphäre um die sogennanten Leitmedien unter den Wochenmagazinen. Ein Schwerpunkt bildet dabei natürlich immer Titelbild und -thema.
Wir bieten einen kurzen Überblick über die Inhalte von SPIEGEL und profil, besprechen zwei Themen etwas genauer und suchen nach den Tops und FLops der Woche.
Von Markus Zottler am Dezember 4, 2009
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Im letzten Podcast vermuteten wir noch, dass die Fußballwetten in dieser Woche die beiden Magazine SPIEGEL und profil dominieren werden. Insgeheim hofften wir sogar auf den investigativen Drang der beiden und auf die damit zusammenhängende brisante Veröffentlichung von neuen Details im weiten Sumpf der Wettmafiosis.
Diese Woche musste wir einsehen, dass wir uns geirrt haben. Keine Seite im profil, ein bisschen was im SPIEGEL. Dafür begab sich das österreichische Magazin auf den vorweihnachtlichen Punschtrip und stellt sich am Cover die Frage: “Wie gesund ist Alkohol?“.
Die dazugehörige Geschichte lässt allerdings viele kritische Ansatzpunkte vermissen. Künstler erzählen von ihrer Beziehung zur Volksdroge Nummer 1 – und wenn ein Hermann Nitsch sagt, dass ein “geregelter Rausch unsere Sinne und unser Vorstellungsvermögen” belebt, dann glauben wir ihm das halt einfach mal so. Gerne würde man die Sicht des Mediziners auf einen geregelten, und vielleicht noch regelmäßigen, Rausch hören/lesen.
Auf dem SPIEGEL-Cover gibt es diese Woche schwere Kost. Die Frage “Wann dürfen Deutsche töten?” lässt schon erahnen, dass das Hamburger Magazin einen kritischen Blick auf die Tätigkeiten der deutschen Bundeswehr in Afghanistan wirft. Thematisiert wird auch die Aktualität des vorherrschenden Kriegsrechts.

Bild: Minarett-Initiative http://www.minarette.ch/
Der Schweiz, jener sympathische Staat, in dem sich Michael gerade befindet, ist letzte Woche eine Volksabstimmung passiert, die so hätte nicht ausgehen sollen. Zumindest wenn man den zahlreichen Meinungsforschern Glauben geschenkt hat, die sich mit dem “Minarett-Verbot” beschäftigt haben, bevor es von 57 Prozent der Schweizer gewünscht wurde.
Die beiden Magazine wussten zu ihrem Erscheinung natürlich nichts von dem Ergebnis. Das profil bewies aber einen sehr guten Riecher und kann mit einer Geschichte zur befürchteten Islamisierung Europas aufwarten. Der SPIEGEL schaut dagegen schlecht aus und wird wohl in der nächsten Ausgabe eine Informationsoffensive starten.
Und noch etwas wird in diesem, zugegeben etwas längeren, Podcast diskutiert: #heifi2010 und die Rolle des Bundespräsidenten in Österreich und der Schweiz, die auch da mal wieder aus der Reihe tanz.
Damit aber noch nicht genug: Der erste Teil einer SPIEGEL-Serie zur Umweltpolitik muss erwähnt werden, noch mehr aber eine Umweltreportage aus Ghana: “Die Kinder von Sodom” über den Abfallplatz alter Computer und Jugendliche, die Tag für Tage diese Computer verbrennen umd das so gewonnene Metall zu verkaufen. Weil sich Höges aber nicht nur mit oberflächlichem Moralismus zufriefen gibt, eine der besten Reportagen die dieses Jahr im Spiegel zu finden waren.
Mehr zu all den angesprochenen Themen erfahrt ihr aber in derNr. 49 des Podcasts “kaffeeSATZ”.
Viel Spaß beim Anhören!
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Von Michael Thurm am November 27, 2009
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Da wähnen sich Politiker und Banker so langsam aber sicher auf dem Weg aus der Krise, droht der Spiegel auch schon mit den nächsten Blasen, dem Wahnsinn 2.0. Auf dem Titelbild sieht es noch nach alberner Panikmache aus, doch im Artikel wird dann vor Hyperinflation gewarnt und die Zerschlagung der Banken gefordert. Dazu diskutieren wir in dieser Nr. 48 des kaffeeSATZ.
Doch die Wirtschaft ist nur eines von zahlreichen aktuellen Themen, die wir in einer etwas längeren Fassung besprechen. Da wären zum einen die Close-Up-Aufnahmen, die das Profil von Kanzler Werner Faymann bringt – und dazu ein Resümee seines ersten Amtsjahres.
Wesentlich weiter links als Faymann ist wohl Jean Zigler einzuordnen. Der absolvierte im Zuge seiner Buchvorstellung in Wien neben dem Club 2 und seiner Rede im Audimax auch noch ein Interview mit dem Profil.
Und während das Wiener Audimax bereits einen Monat besetzt ist, geht es in Deutschland gerade erst los. Der erste Artikel dazu findet sich im aktuellen Spiegel und befasst sich hauptsächlich mit der “Umarmungstaktik”, also den Solidaritätserklärungen, die von allen ungefragten Seiten auf die Studenten eingehen.
Ebenfalls diskutiert wird die Debatte um den ZDF-Redakteur Nikolaus Brender, der Spiegel stellt die verheerenden Verflechtungen von Politik und Öffentlich-Rechtlichem TV sehr offensichtlich dar. Ein Problem, das wir ja schon aus Österreich kennen. Hier eine Zusammenfassung des Medienmagazins ZAPP: ZAPP über den \”Fall Brender\”
Und dann hätten wir natürlich noch über den neuesten Wettskandal sprechen können, aber da der Spiegel mit seinem artikel etwas früh dran war, heben wir uns das Thema für nächste Woche auf. Viel Spaß beim Hören wünschen wieder einmal: Markus Zottler und Michael Thurm
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Von Michael Thurm am November 20, 2009
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Wie lang wird es den ORF wohl noch geben?
Nein, diese Frage werden wir im aktuellen Kaffeesatz nicht beantworten können, aber wir haben einen Blick darauf geworfen, was das Profil vom neuen ORF-Gesetz erwartet – und was dann tatsächlich im beschlossenen Gesetz steht.
Spannend dabei, dass der oft kritisierte “Rote Alex” anscheinend gute Chancen hat weiter, nämlich eventuell bis 2016, ORF-Generaldirektor zu bleiben.
Ein “Roter” sorgt auch in Deutschland für Schlagzeilen:
Oskar Lafontaines Rolle innerhalb der Linken und sein “Großer Bluff”. Seine Kandidatur zum Bundestag wird vom Spiegel als Wählertäuschung kritisiert, der Spiegel dafür wiederum auf “Bunte-Niveau” degradiert. Wir sind da etwas anderer Meinung, denn das angebliche Verhältnis von Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine ist in keinster Weise Aufmacher oder Kernthese des Spiegels.
Ein schwieriges Thema hat der Spiegel zum Titelthema gemacht. Der Tod von Robert Enke und seine Depression als Ursache sind kein leichter Stoff und doch gelingt es dabei ohne große Dummheiten darüber zu schreiben.
Schwierig war es dann auch, den Tod von Robert Enke und das Profil-Titelthema “Der Mensch stirbt aus” in einem Podcast zu behandeln. Dort geht es vor allem um die Klimaerwärmung und den Klima-Gipfel in Kopenhagen – laut Herausgeber Christian Rainer das wichtigste Thema in 40 Jahren Profil. Naja…
Am Mikrofon: Markus Zottler und Michael Thurm
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Von Michael Thurm am November 5, 2009
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Bild: TarikB (Flickr)
Die Unis brennen immer noch und die Diskussion um das Östereichische Bildungssystem hält an. Oder noch besser, sie gewinnt an Qualität. Dass finden wir zumindest, wenn wir im kaffeeSATZ einen Blick auf den zunehmend inhaltlichen Diskurs rund um #unibrennt werfen.
Nur einer merkt davon nichts: der profil-Chefredakteur Christian Rainer attestiert “Versagen der zukünftigen Eliten”, beklagt die mangelnde Lust am Diskurs – und ignoriert denselben. Für Meinungsvielfalt im Profil sorgt “Studentenschleimer” Georg Hoffmann-Ostenhof und für eine Kritische Analyse der Studenten Edith Meinhart.
Wer außer den psychologisierenden Artikeln im profil und unserer dazu geführten Diskussion im Podcast etwas lesen will, dem sei der bisher kaum beachtete Artikel des FH-Professors Martin Ross empfohlen.
Aber #unibrennt war nicht unsere einziges Diskursthema. Auch die Frage nach dem neuen Ratspräsidenten der EU diskutieren wir im Kaffeesatz. Hier die erwähnten Artikel von Jochen Bittner/ZEIT.
Etwas kurz kommt der SPIEGEL, aber selbst Schuld: viele vielversprechende Themen, die aber zum Großteil enttäuschen: Ein Interview mit Umberto Eco (zu monothematisch), eines mit Al Gore, das bis auf folgendes Zitat dem Nobelpreisträger nicht gerecht wird und enttäuschende Essays von Henryk M. Broder und auch von Dirk Kurbjuweit (beide zu nebensächlich).
Es gibt eine Verbindung zwischen allen drei Krisen unserer Zeit – der Klimakrise, der Finanzkrise und der Sorge um die nationale Sicherheit. Das Problem ist immer gleich: Wir sind auf absurde Weise abhängig geworden vom Erdöl. Solange wir riesige Summen ausgeben müssen, um ausländisches Öl von Staatsfonds am Persischen Golf zu kaufen, werden die Probleme unseres Handelsdefizits und des Klimas fortbestehen.
Al Gore im SPIEGEL
Lesenswert waren lediglich ein kurzer Artikel zu Claude Shannon und einer Ausstellung seiner lustigen Geräten und ein sehr diskursorientierter Artikel von Richard David Precht zum Streit zwischen Sloterdijk und der Frankfurter Schule (bei dem er nicht vergisst, selbst bemerkenswertes einzubringen).
Ganz im Sinne des Diskurses laden Markus Zottler und Michael Thurm zum podcasthören ein. Wer anschließend den Profil-CR Christian Rainer widerlegen will, kann dies gern mit einem Kommentar tun.
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Von Markus Zottler am Oktober 29, 2009
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Bild: Daniel Weber (via flickr)
Der Protest der österreichischen Studentinnen und Studenten startete vor über einer Woche an der Akadamie der bildenden Künste in Wien. Es dauerte nicht lange und das Wiener Audimax wurde “besetzt”. Die Welle des Protestes schwappte schließlich auch noch in sämtliche österreichische Bundesländer über und hat bis dato zumindest dazu geführt, dass “Bildung” wieder ein Thema in den österreichischen Medien geworden ist.
Wirklich lesenswerte Artikel zu den brennenden Unis:
Philipp Sonderegger über die vertikale Organisation des Protestes
Luca Hammer schreibt über die Entwicklung im Wiener Audimax und die Rolle des Social Webs
Kluge und wichtige Worte von Lou Hefner
Leider noch kein Thema ist der aktuelle Protest im profil. Dort wird die “Umverteilunsgkeule” geschwungen und aufgelistet wie “ungerecht Österreich ist”. Geprägt wird der Begriff der “rot-weiß-roten” Zweiklassengesellschaft. “Eine Hälfte erwirtschaftet den Wohlstand, die andere konsumiert ihn.”
Außerdem gibt es ein Interview mit “Mr. Playboy” Hugh Hefner, das vor allem dadurch besticht, dass es ein Interview mit Hugh Hefner ist. Erkenntnisgewinne für den Leser gibt es kaum, außer dass Hugh Hefner auch mit “Brünetten geschlafen hat”.
Der SPIEGEL nimmt die neue schwarz-gelbe Regierung unter die Lupe und scheut nicht davor zurück, die Minister bereits vor ihrem Amtsantritt in verschiedene Kategorien einzuteilen. Ganz so verwerflich kann man das aber nicht finden, setzt die CDU/CSU doch auf einige Minister, die man in Deutschland bereits seit Längerem kennt.
Zu empfehlen diesmal ein Essay von Dirk Kubjuweit: “Sieg der Ängstlichkeit”
Und da wir den Herrn Kubjuweit zwar schätzen, ihn aber nicht verehren, sei hier noch der Hinweis auf die um 16.00 Uhr startende Demonstration vor der Grazer Hauptuni hingewiesen.
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Von Markus Zottler am Oktober 23, 2009
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Bild: Wolf Gang (flickr)
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Beinahe zweieinhalb Stunden beklemmende Gefühle. 144 Minuten schwarz-weißes Mitfühlen. Michael Hanekes aktuellstes Werk, “Das weiße Band”, regt zum Nachdenken an. Versehen mit der “Goldenen Palme”, dem Hauptpreise der Filmfestspiele in Cannes, schaffte es der Film, oder besser gesagt der Regisseur der österreichisch-französisch-italienisch-deutschen Koproduktion, auch den Weg in den Spiegel und damit in den aktuellen kaffeeSATZ.
Für das Spiegel-Titelbild fehlt es dem österreichischen Regisseur aber noch an Prominenz. Dort findet man diese Woche ein deutsches Sport-Idol: Michael Schumacher. Der 7-fache Formel 1-Weltmeister spricht über seinen Rücktritt, sein versuchtes Comeback und den Typen Michael Schumacher.
Während seiner Zeit als aktiver Sportler hat Schumacher stets provoziert und polarisiert. Für die einen war er der König, für die anderen bloß “Schummel-Schumi“. Bei Hermann Maier war das ähnlich. Der österreichische “Eisheilige” (© Rosemarie Schwaiger) gab letzte Woche seinen Rücktritt bekannt und löste in Österreich eine Welle der Enttäuschung aus. Im Podcast wird ein Blick auf die Charaktere der beiden Weltklassesportler gewagt.
ÖVP-Vizekanzler Josef Pröll befindet sich dank letzter “Wahlerfolge” im Aufwind und ließ seinem Freudentaumel eine knallharte Grundsatzrede folgen. Diese stellt gleichzeitig einen weiteren Punkt einer starken politischen Neuorientierung der ÖVP dar.
Warum diese Neuorientierung zu einem massiven Problem der ohnehin krisengeschüttelten SPÖ wird erfährt ihr diese Woche im kaffeeSATZ.
Viel Spaß damit!
Hinter den Skypemikrofonen: Michael Thurm und Markus Zottler
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Von Michael Thurm am Oktober 14, 2009
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Bild: ~C4Chaos (Flickr)
Trotz eines gut gefüllten Studientages und eines langen Fußballabends haben wir noch einen 12minütigen Podcast über die wichtigsten Artikel in SPIEGEL und Profil gemacht.
Beim Spiegel führt da kein Weg am Friedensnobelpreisträger Barack Obama vorbei. Er ziert das Titelbid und bekommt einen 11seitigen Artikel, der auch mit weniger Platz ausgekommen wäre.
Auch das Profil widmet sich dem Thema: Nicht so umfangreich, aber dafür kommt Georg Hoffmann-Ostenhof, seineszeichens Obamaverehrer, zu Wort.
Weniger glanzvoll als der amerikanische Präsident, ist immer noch Karl-Heinz Grasser. Seine Verwicklungen in den BUWOG-Verkauf sind erneut Titelthema im profil, das damit klare Prioritäten bei den Themen setzt. Hier der Link zum Nikowitz-Text, den Markus im Podcast erwähnt.
Ebenfalls glanzlos im Moment die Deutsche SPD und der Umgang des Spiegels mit ihr. Statt journalistischer Analyse gibt das Magazin die Deutungshoheit in diesem Heft an Peer Steinbrück ab. Seine Abschiedsrede im Parteivorstand ist unkommentiert auf einer Doppelseite zu lesen und hätte thematisch wohl besser ins Heft von letzter Woche gepasst. Wir erinnern uns, da ging es um das Elend der Sozialdemokraten.
Das also die Themen unseres aktuellen Kaffeesatzes. Wir wünschen viel Spaß beim Hören.
(Fußball ist ja vorbei und die Schweiz bei der WM)
Hinter den Skypemikrofonen: Markus Zottler und Michael Thurm
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Von Markus Zottler am Oktober 9, 2009
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Pressefoto
Karl-Heinz Grasser kennt man in Österreich. Weniger aufgrund seiner Leistungen als Finanzminister, sondern mehr wegen seiner ständigen Präsenz in den heimischen Society-Magazinen. Jetzt hat er auch mal wieder auf die Profil-Titelseite geschafft. Trotz längst zurückliegender Amtszeit, von der er immer noch überzeugt ist, dass er Gutes darin getan hat. Der BUWOG-Skandal ist natürlich Thema im KaffeeSATZ.
Der Spiegel fragt sich, wer die SPD erlöst, findet aber keine wirkliche Antwort. Wohl auch deshalb beschreibt er in der Titelgeschichte ausgiebig die Machtkämpfe beim Wahlverlierer SPD. Ausführlich unergiebig. Im Gegensatz zum Profil, dort wird das Ende der Solzialdemokratie ausgerufen. Berechtigt?
Nicht am Ende, sondern nach 11 Jahren Opposition am Anfang der “Das-hier-ist Deuschland-Außenminister-in-Spe” Guido Westerwelle. Von ihm gibt es ein ausführliches Portrait im aktuellen Spiegel. Wieder daran beteiligt und offensichtlich erheblich verantwortlich für die besseren SPIEGEL-Artikel: Dirk Kurbjuweit.

Guido Westerwelle
Vor den Mikrofonen sitzen Markus Zottler (Graz)
und Michael Thurm (Winterthur)
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Posted in JUKreiz, kaffeeSATZ | Tagged BUWOG, Dirk Kurjuweit, Europa, FDP, Guido Westerwelle, Karl-Heinz Grasser, Skandal, Sozialdemokratie, SPD, Wer erlöst die SPD? |
Von Michael Thurm am September 20, 2009
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Bild: Kecko (Flickr)
Die Woche ist schon fast vorbei, vielleicht gibt es auch deshalb eine ganze Menge Themen zu besprechen. Das profil bietet mit einer Story über den ÖBB-Datenschmutz, der Pharmakogenomik und einem guten Interview mit Eduard Shevardnadze schon jede Menge interessanten Gesprächstoff.
Dagegen fällt der Spiegel einmal mehr deutlich ab. Die Titelstory zu einem Jahr Finanzkrise bringt wenig neues und unter dem Spitztitel “Helden” gibt es ein Portrait von Boris Becker.
Diese bestätigung Bertolt Brechts lässt uns zumindest hoffen, dass neben dieser Unterhaltung genügend Platz für ernsthafte Politik ist. Schließlich steht die Bundestagswahl in Deutschland vor der Tür. Im Spiegel-Gespräch dazu CSU-Chef Horst Seehofer. Vielleicht keine perfekte Wahl, aber ein interessantes und gut geführtes Interview; wenigstens was.
All diese Themen, kommentiert und reflektiert wieder von Markus Zottler und Michael Thurm – zum nun mehr zweiten Mal über die bereits bewährte Skype-Leitung. Viel Vergnügen beim hören.
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Posted in JUKreiz, kaffeeSATZ | Tagged Boris Becker, Datenschutz, Eduard Shevardnadze, Horst Seehofer, ÖBB, Pharmakognomik |
Von Michael Thurm am September 11, 2009
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12:17 min

Bild: welu-berlin (Flickr)
Leben sie nun auf unsere Kosten, oder haben sie sich ihre “anständige Rente” nach Jahren harter Arbeit verdient? Sie – DIE ALTEN, die Rentner, die inzwischen etwa ein Drittel der Wahlberechtigung stellen.
In Österreich ruinieren sie laut Gernot Bauer/profil die Zukunft der Jugend, in Deutschland sorgen sie für fatale Klientelpolitik – gegen die Rentner lässt sich keine Wahl mehr gewinnen.
Das die Generation 65+ doch nicht ganz so schrecklich sein kann, dürfte jeder mit einem Blick auf die eigenen Großeltern feststellen können. Die leisten doch auf ihre eigene, statistisch allerdings nicht erhobene, Weise ihren Beitrag zur Generationengerechtigkeit.

Bild: Ravoxx (Flickr)
Die anderen Themen in Spiegel und profil werden zumindest kurz angeschnitten, im ersten Podcast nach der Sommerpause gibt es auch noch ein paar Nebensächlichkeiten zu besprechen. Unter anderem, warum Markus Zottler und Michael Thurm die nächsten Monate nicht gemeinsam im Kaffee sitzen werden. Die Nummer 37 des Kaffeesatz ist nämlich Auftakt zur grenzüberschreitenden Ausgabe unseres Podcasts. Markus Zottler aus Graz(A) und Michael Thurm aus Winterthur (CH) wünschen viel Spaß beim Hören.
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